Národní památkový ústav - územní odborné pracoviště v Českých Budějovicích

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Státní zámek Hluboká nad Vltavou

Bezručova 142

373 41 Hluboká nad Vltavou

Tschechische Republik

 

Reservation:+420387843911

Email:hluboka@npu.cz

 

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Aktuelles Wetter

Aktuelles Wetter:

23. 10. 2014

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Tägliche Temperaturen 7/11°C, in 1000m Höhe °C.
Nachttemperaturen 3/7°C.

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Inhalt

Die Repräsentationszimmer – der Hauptrundgang

 
IV, V, VI, IX, X    - jeden Tag  außer  Montag
VII und VIII   - jeden Tag
 
Der Zeitabstand hängt ab Aufmerksamkeit der Gäste (vom 7 bis 30 min)
Die Besucherzahl in der Gruppe ist max. 55 Personen
 
( Die letzte Führung beginn im IV und im X um 16:30. V,VI,VII,VIII,IX um 17:00 ) 

 
 
So wie einst die Gäste der Fürstenfamilie Schwarzenberg treten wir in die geräumige Eingangshalle ein. Der Treppenbereich an der Stelle des ehemaligen dritten Hofes des Barockschlosses öffnet sich in einen durch ein Oberlicht abgeschlossenen Raum. Die Einrichtung der Halle soll die alte Herkunft des Geschlechts in die Erinnerung rufen, die bis ins 12. Jahrhundert belegt werden kann. Das Schloss wurde während des Radikalumbaus in historisierendem Stil der Neugotik als eine Fürstenresidenz gestaltet, die von den Schwarzenbergern hauptsächlich im Herbst in der Jagdsaison bewohnt wurde. Im Schloss wurden viele wertvolle Objekte aus Kunstsammlungen und Gegenstände des damaligen Kunsthandwerks zusammengetragen, die sich ursprünglich im Familienbesitz der Schwarzenberger befanden oder die durch Ankäufe ergänzt wurden. Unter ihnen ist besonders die Kollektionvon gewobenen Wandteppichen, Tapisserien hervorzuheben, die zu den bedeutendsten europäischen Sammlungen gehört. Bei der Besichtigung der Repräsentationszimmer können wirdas wertvollste Mobiliarsehen, das in den Schlossinnenräumen versammelt ist.
 
Nachdem wir die bequeme Treppe zum ersten Stockwerk hinaufgestiegen sind, gehen wir zunächst in die Privaträume der Fürstin Eleonore, Hauptinitiatorin der Umgestaltung des Schlossinneren. Die anmutige und temperamentvolle Fürstin Eleonore, geborene Prinzessin von Liechtenstein (1812-1873), Gattin des Fürsten Johann Adolf II., gehörte zu den führenden Persönlichkeiten des bon ton der zeitgenössischen höfischen Gesellschaft und initiierte sowohl modische als auch innenarchitektonische Neuigkeiten.
Als Erstes sehen wir uns den Raum an, der die bauliche Entwicklung des Schlosses Hluboká veranschaulicht. Einst war er für die Kammerzofe der Fürstin bestimmt. Den größten Teil der Einrichtung bilden Garderobenschränke.
 
In den weiteren Zimmern und Sälen unseres Besichtigungsrundgangs können kompliziert gestaltete Parkettmuster aus verschiedenen Holzsorten, reich geschnitzte hölzerne Wandtäfelungen oder dekorative Deckenverkleidungen bewundert werden. Die Füllungen der flachen Kassettendecken bestehen aus vergoldetem Leder. Im großen Morgensalon wurden sie aus vergoldeter Leinwand hergestellt, für die Decken in den runden Salons der polygonalen Türme wurde vergoldeter Gips verwendet. Das Blumendekor der vergoldeten Füllungen schuf der Wiener Maler Glässer. Nach der Besichtigung des Schlafzimmers, des Ankleideraums und des ehemaligen Arbeitszimmers der Fürstin Eleonore gelangen wir in die Repräsentationssalons des Schlosses, in das sog. Piano nobile, das „vornehme Stockwerk“. Unter den erwähnten Salons und Zimmern sticht durch seine Größe und südöstliche Orientierung der Morgensalon hervor, der gleichzeitig als Ahnengalerie der Schwarzenberger diente. Ein weiterer der geräumigen Säle ist das Große Esszimmer, das sich unmittelbar neben dem Empfangssalon befindet.
Es wurde im Neorenaissance-Stil eingerichtet. Neben den flämischen Tapisserien aus dem 17. Jahrhundert aus der Kollektion „Sprichwörter“ ist hier ein orientalischer Teppich mit buddhistischen Symbolen aus dem 16. Jahrhundert zu sehen, ein sog. Tschintamani, der weltweit zu den wertvollsten gehört. Die Bibliothek ist im größten Saal untergebracht, wo sich früher der Hauptsaal des barocken Schlosses befand, und umfasst 12.000 Bücherbände. Durch die Bibliothek gehen wir den Gang entlang bis zur Kapelle, dann am Theater vorbei in einen weiteren Bereich des Schlosses, der eine reiche Waffensammlung beherbergt. Die Waffen sind von hoher Qualität und handwerklich anspruchsvoller Verarbeitung. Die Wände der polygonalen Rüstkammer sind mit kostbaren Kacheln aus dem 16. Jahrhundert verkleidet, die aus der nahe gelegenen Renaissance-Villa Kratochvíle während ihres romantischen Umbaus hierher gebracht wurden. In diesem einzigartigen Schlösschen erfolgte kürzlich eine Neueinrichtung der Innenräume und die Repliken dieser Kacheln kann man im Goldenen Saal bewundern. In der ursprünglichen Waffenkammer des Schlosses, in dem sog. Roten Turm, endet der Hauptrundgang der Besichtigung und wir steigen die Treppe hinunter in den Wintergarten.