Národní památkový ústav - územní odborné pracoviště v Českých Budějovicích

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Státní zámek Hluboká nad Vltavou

Bezručova 142

373 41 Hluboká nad Vltavou

Tschechische Republik

 

Reservation:+420387843911

Email:hluboka@npu.cz

 

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Aktuelles Wetter

Aktuelles Wetter:

31. 10. 2014

skorojasno

Tägliche Temperaturen 9/13°C, in 1000m Höhe °C.
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WINTERRUNDGANG

Vom 1. 11. 2013 bis zum 31. 3. 2014
( geschlossen 20.12.2013 - 2. 1. 2014 )
Besichtigungen finden statt:
Dienstag bis Sonntag!
von 10:00 bis 16:00
(um 16:00 die letzte Besichtigung)
  
Eintrittspreis:
Laut der Eintrittspreisliste für den Winterrundgang
Reservierung:
Gruppen über 5 Personen müssen reservieren, Informationen hier  
 
Der Herbst ist gekommen – und das Schloss Hluboká heißt dennoch weiterhin Besucher willkommen. Früher schlossen sich die Tore für Touristen am 31. Oktober und man musste bis zum 1. April des nächsten Jahres warten, bis hier wieder reger Touristenverkehr herrschte. Neu zugänglich gemachte, temperierte Räumlichkeiten ermöglichen es, auch in der kalten Jahreszeit interessierte Besucher durch das Schloss zu führen. Und man hat hier viel zu bieten. Nach und nach wurden Zimmer eher intimeren Charakters eingerichtet. Einen größeren Teil des Erdgeschosses, der zu dem Winterrundgang gehört, bilden Privatappartements der vier letzten Generationen von Besitzern der Herrschaft Hluboká. Durch den Gang auf der rechten Seite des Schlosshofes kommen wir zuerst in den Hamilton-Salon der Fürstin Theresia. Schon im Gang sind an den Wänden außer den Trophäen und graphischen Blättern mit Jagdmotiven aus dem 18. Jahrhundert gerahmte Photographien der Mitglieder des Fürstengeschlechts Schwarzenberg zu sehen. Das Motiv der Jagdkunst begleitet uns auch in den weiteren Räumen – dem Rauchersalon und dem Kleinen Speisesaal der Fürstin Theresia. Es folgen der prunkvolle Jagdspeisesaal, der Anrichteraum, der Kleine Speisesaal von Dr. Adolf Schwarzenberg sowie dessen Arbeits-, Wohn- und Schlafzimmer. Die reich verzierten Wände verweisen auf die Jagd als Lieblingszeitvertreib des Adels schon seit dem Mittelalter. Bei den hier ausgestellten Waffen, die überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, handelt es sich um Schrotflinten, Kugelbüchsen sowie Pistolen mit Rad- oder Feuersteinschlössern. Auch Hirschfänger, Saufedern und Pulverbüchsen sind zu besichtigen. Die Trophäen sind neueren Datums, sie stammen überwiegend aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von Interesse sind ebenfalls die Ölgemälde in den einzelnen Salons oder die graphischen Blätter. Aus den Beständen des Schlossmagazins werden die Porzellansammlung sowie das silberne Reisegeschirr gezeigt. Ebenfalls aus Silber sind Becher und Tabletts mit eingesetzten Medaillen, die auf verschiedene Wirtschaftsausstellungen Bezug nehmen und belegen, dass sich die einzelnen Majoratsherren des Fürstengeschlechts Schwarzenberg sehr sorgfältig um das anvertraute Vermögen kümmerten. Liebhaber von Textilien werden hier sicher eine Kollektion von gewobenen Wandteppichen mit Wappen aus den Schlosssammlungen schätzen, die aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts stammen. Eine Rarität ist auch ein Spülklosett vom Anfang des 20. Jahrhunderts, das sich in der Nähe des Wohnzimmers des letzten Schlossbesitzers Dr. Adolf Schwarzenberg befindet. Seine Privaträume stellen einen interessanten Abschluss des Besichtigungsrundgangs dar, ein „Sahnetüpfchen“ sozusagen. Fürst Dr. Adolf Schwarzenberg bewohnte seine Zimmer bis zum Ende des Jahres 1939, als er mit seiner Gattin, Fürstin Hilde, vor den Nazis nach Übersee floh. Die Rekonstruktion der Appartements von Dr. Adolf Schwarzenberg war geradezu eine Detektivarbeit und die Tatsache, dass sie jetzt zu besichtigen sind, ist der gemeinsamen Leistung der Mitarbeiter vom Nationalen Denkmalamt in České Budějovice, vom Staatsschloss Hluboká und der Fachrestauratoren zu verdanken.